Atelier Marion Bernhardt / Experimentelles

Mit immer neuen Fragestellungen werden gemalte Bilder zu Experimenten. Das unbewegte Bild beweglich machen führt zur Animation. Das Kleinste groß abbilden führt zur Fotografie. 

Experiment zum Beethoven-Jahr
Auf einer Beethoven-Briefmarke entstand das Bildnis der »My fair Lady«. Beim Überblenden der beiden Bildthemen entsteht ein Zwiegespräch der beiden Charaktere.

Mikromalerei im Film
Das filmische Festhalten des Malprozesses unter 20- bis 40-facher Vergrößerung erlaubt einen wissenschaftlichen Blick auf das malerische Geschehen. Die Kamera hält den Moment fest, wenn die noch flüssige Farbe ins Geflecht der Papierfasern sickert und sogleich eintrocknet.

Bananenfrau im Wandel
Nichts ist für den Maler so selbstverständlich wie auf einem Grund zu malen, der sich nicht verändert. Was unter der dem Binokular leicht zu beobachten ist, sind zeitliche Veränderungen natürlicher Oberflächen.

Auf einem Stück frischer Bananenschale lassen sich farbliche Veränderungen innerhalb von drei Tagen beobachten. Alle gelben Töne werden dunkelbraun. Manche blauen Farbtöne verlieren sich, andere weiße bleiben konstant. So wird aus dem Gesicht eines Mädchens das dunkle Gesicht eines Afrikaners, ohne es erneut zu malen. Das ursprüngliche Bild ist als Fotografie erhalten. 

Auferstehungskirche hell – dunkel
Eine auf einen Felsen gebaute Kirche wird im Wandel der (Ge-)Zeiten sichtbar. Aus heiterem Himmel kommt das Dunkel und klart sich danach wieder auf. Aus tiefster Dunkelheit kommt die Helligkeit und verdüstert sich wieder. Der Fels bleibt unverändert. Das ist das tröstliche Geheimnis in beiden Extremen.

Auf der Spitze
Malerei im Mikrobereich ist auf die Pinselspitze ausgerichtet. Dort entsteht eine Figur von einem Millimeter Größe. Bei größter Auflösung kann man Details erkennen und dazu die Rasterpunkte des Vierfarbendrucks. Neben einem Cent wirkt die kleine tanzende Figur verschwindend klein und verliert sich im weiten Raum.